Rallye Dakar 2010: Etappe 07 – souveränen Vorsprung für den Race Touareg

DAKAR ARGENTINA CHILE 2010 - STAGE 7 - IQUIQUE (CHI) / ANTOFAGASTA (CHI) - 08/01/2010- PHOTO : FREDERIC LE FLOC'H / DPPI

DAKAR ARGENTINA CHILE 2010 - STAGE 7 - IQUIQUE (CHI) / ANTOFAGASTA (CHI) - 08/01/2010- PHOTO : FREDERIC LE FLOC'H / DPPI

Volkswagen behauptet nach sieben der 14 Etappen der Rallye Dakar 2010 einen souveränen Vorsprung. Drei Race Touareg mit TDI-Power liegen vor dem Ruhetag zur Halbzeit in der Gesamtwertung vorn. Carlos Sainz/Lucas Cruz (E/E) führen die härteste Rallye der Welt mit 11.03 Minuten Vorsprung vor ihren Teamkollegen Nasser Al-Attiyah/Timo Gottschalk (Q/D) und 22.06 Minuten vor Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/ZA) an. „Hohe Dünen zu Beginn und schnelle Abschnitte bildeten den ersten Teil des Rallye-Tages. Wir haben mit einem kleinen Navigationsfehler etwas Zeit eingebüßt und mein Teamkollege Nasser Al-Attiyah konnte uns so kurz nach der Neutralisierungsphase überholen“, sagte Carlos Sainz (E, 3. Platz Tages- / 1. Platz Gesamt-Wertung). „Er hat ein hohes Tempo vorgelegt und die Etappe verdient für sich entschieden. Nach diesem harten Rallye-Tag weiter an der Spitze zu liegen, ist unser kleiner Tagessieg.“

Eine herausragende Leistung gelang Nasser Al-Attiyah dabei auf der siebten Etappe: Von Iquique nach Antofagasta in der chilenischen Atacama-Wüste gewann der Volkswagen Werksfahrer aus Katar die mit 600 Kilometern bislang längste Etappe souverän. Er kam mit seinem Race Touareg nach einem packenden Zweikampf und vielfachen Führungswechseln 3.29 Minuten vor Stéphane Peterhansel/Jean Paul Cottret (F/F) im X-raid-BMW ins Ziel. Auf den ersten 80 Kilometern hatten sich die beiden Fahrer gegenseitig einzelne Sekunden abgejagt. Für Al-Attiyah war es der zweite Etappensieg nach seinem Erfolg am zweiten Tag der Rallye. „Eine wirklich harte Etappe, ein perfektes Auto, ein exzellenter Beifahrer, und ich denke, auch ein guter Fahrer waren heute die Kombination für den Etappensieg“, sagte Nasser Al-Attiyah (Q, 1. Platz Tages- / 2. Platz Gesamt-Wertung). „Die zweigeteilte Wertungsprüfung war alles andere als einfach, bot eine große Vielfalt von Geländearten. Da war mentale Stärke gefragt. Ich hatte mir vor der Etappe vorgenommen, zu attackieren. Das ist mir gut gelungen. Für den Rest der Rallye sind wir in einer guten Position.“

Carlos Sainz beendete die zunächst aus Dünen, dann einer Oberfläche aus „Salar“-Salzkristallblöcken und schließlich schnelleren, steinigen Abschnitten bestehende Strecke als Dritter der Tageswertung. Mark Miller Platz belegte die vierte Position. „Ich glaube, als wir auf der exakten Route unterwegs waren, waren wir auch schnell. Dieser Tag kam Allroundern entgegen“, sagte Mark Miller (USA, 4. Platz Tages- / 3. Platz Gesamt-Wertung). „Doch leider haben wir heute mit einem Navigationsfehler Zeit eingebüßt, denn das Roadbook war nicht immer leicht zu verstehen. Sei es drum: Zur Rallye-Halbzeit liegen wir an dritter Stelle. Die zweite ‚Dakar‘-Woche wollen wir dazu nutzen, diese Position weiter zu verbessern.“

Die Vorjahressieger Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (ZA/D) erreichten vor dem Ruhetag nach zwei Reifenschäden den sechsten Etappenrang, liegen aufgrund vorheriger Zeitverluste allerdings 4:31 Stunden hinter der Spitze. „Auch der heutige Tag verlief etwas holprig für uns. Wir haben uns zweimal verfahren und sind in ein riesiges Geröllfeld geraten. Das hat Zeit gekostet“, sagte Giniel de Villiers (ZA, 6. Platz Tages-/ 12. Platz Gesamt-Wertung). „Was ebenso Zeit gekostet hat, waren zwei Reifenschäden. Wir mussten den letzten Teil der Wertungsprüfung mit nur einem verbliebenen Ersatzrad zuende bringen und waren deshalb besonders vorsichtig. Unsere Mission wird weiterhin sein, bis zum Ziel in Buenos Aires unserer Teamkollegen zu unterstützen.“

„Hut ab vor unseren Fahrern, Beifahrern und dem Race Touareg“, sagte dann auch zufrieden Kris Nissen, Volkswagen Motorsport-Direktor. „Den längsten Tag haben wir mit einem Etappensieg und den Plätzen eins bis drei in der Gesamtwertung bewältigt. Am Ruhetag steht den Mechanikern eine Menge Arbeit bevor, während sich Fahrer und Beifahrer ein wenig erholen dürfen. Wir sind im Moment sehr zufrieden, wissen aber auch, dass noch 50 Prozent der Rallye vor uns liegen.“

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